Und Friede auf Erden den Menschen…

danish 01b15 fleißige Helfer und Helferinnen waren im Zelt in der Kirche Heilige Familie erschienen, um die knapp 100 Geschenke an Flüchtlingskinder und Jugendliche in Kamen, Herren und Methler zu verteilen. U.a. ging’s - wie in all den Jahren zuvor - in die Mausegatt-Wohnungen, wo nur noch wenige Kinder und Jugendliche untergebracht sind. Eine afghanische Familie öffnete die Tür.

Als sie uns sahen ging ein Strahlen über ihr Gesicht. „Wie schön, dass Ihr kommt! Letztes Jahr haben wir auch schon zusammen gesessen!“

Und dann kam der kleine Mohammad. Er strahlte. Wir saßen rund um einen ärmlichen Tisch, nun mit bunten Geschenken vieler Engagierter voll bepackt. Der Kleine schmiegte sich an mein Bein. Ich erfuhr, dass er in den Kindergarten am Bollwerk geht und dort auch als echter Sonnenschein gilt. Er schaute mich an und obwohl er mich verstand, sagte er nichts. Er war einfach da. Er strahlte, schweigend, Sekunden, Minuten, vielleicht Ewigkeiten...

 Er wandte seine Augen nicht wieder von meinem Gesicht weg. Aus seinem Blick kam mir eine unverstellte Reinheit, Tiefe und Freude entgegen. Begegnung pur – über alle Grenzen der Religion, Nation und Generation hinweg. Das ist Weihnachten, dachte ich bei mir. Gott schaut uns durch die strahlenden Augen eines Kindes an. Und darin erweckt er in uns neu das Leben universaler Geschwisterlichkeit, denn der Kleine schaute jeden im Raum mit dem gleichen Blick der Liebe an.