„Frieden ist nicht nur Abwesenheit von Krieg…“

neujahrsempfang 2018 7bNeujahrsempfang im Zentrum Frieden in Solingen

„Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden!“ (Jimmi Hendrix) Eine Ahnung, was das – über alle Grenzen der Religion, Generation und Nation hinweg - bedeuten kann, ließ der Neujahrsempfang zu dem das „Forum Politik und Geschwisterlichkeit“ ins Mariapoli-Zentrum FRIEDEN

in Solingen eingeladen hatte, bei den knapp 100 Gästen aufkommen. Nachdem Ursula und Hermann-Josef Dörpinghaus die Teilnehmenden herzlich begrüßt hatten, wurden einige Statements unterschiedlicher Couleur zum Thema Frieden verlesen. Im Anschluss daran kam es zu einem lebendigen Austausch über das eigene Friedens-Engagement in kleinen Tischgruppen. Jan Welzel, Beigeordneter und Dezernent für Recht, Ordnung und Soziales der Stadt Solingen, schlug  in seinem Beitrag ein weiten Horizont über die Stadt Solingen, unter dem alle dort lebenden Bürgerinnen und Bürger Platz finden konnten. Er erzählte von einer Begegnung mit Jugendlichen in einem der Solinger Parks, wie er mit ihnen ins Gespräch gekommen und dadurch ein lebendiges Verständnis für verschiedene Zielgruppen bei den Jugendlichen hatte erreichen können.

Im Anschluss an seinen Vortrag, umrahmt von klassischen Musikstücken, stellten Varduhi und Milena aus Armenien,  Lena aus Bergkamen zusammen mit Pastor Meinolf Wacker die Entwicklung des Friedensnetzwerkes go4peace, das 1996 in den Kriegswirren von Bosnien-Herzegowina gestartet war, dar. Viel Engagement für ein lebendiges Miteinander zwischen Menschen unterschiedlichster Weltanschauung und Herkunft war spürbar.

 Im Zusammenspiel aller Beteiligten war am Ende des „Neujahrsempfangs“ deutlich geworden, was Chiara Lubich 1997 vor der UNO gesagt hatte: „Es ist kein Kinderspiel, für den Frieden zu leben und ihn zu verbreiten. Dazu braucht es Mut und Leidensfähigkeit… Wenn mehr Menschen das Leiden aus Liebe annehmen würden, könnte es das wirksamste Mittel sein, um der Menschheit ihre höchste Würde zu geben: jene nämlich, sich nicht als eine Vielzahl von Völkern zu verstehen, die nebeneinander her leben und sich häufig gegenseitig bekämpfen, sondern als ein einziges Volk, das durch die Verschiedenheit der einzelnen noch schöner wird und die unterschiedlichen Identitäten bewahrt…“

Am Rande des Treffens war es zu einem Gespräch mit einem Arzt gekommen, der sich mehrfach bei einem Einsatz im Mittelmeer engagiert hatte, um Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Er war von der Arbeit des Netzwerkes go4peace sehr angesprochen und bewegt. Er hatte gehört, dass das nächste Camp go4peace2018 in Polen stattfinden wird und damit in einem Land, das sich schwer tut, Flüchtlingen eine neue Heimat zu gewähren. Schon am nächsten Tag hatte er sich für das Camp in Polen angemeldet, um seine Erfahrung mit „Menschen in Not“ einzuspielen, die uns als Brüder und Schwestern aufgegeben sind.